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Teneriffa Wandern, auf den Spuren der Guanchen

Auf Teneriffa wandern

Wer beim Wandern auf Teneriffa aufmerksam ist, sieht  immer wieder Höhlen, die in Felsen geschlagen wurden, große Anhäufungen von Steinen, die Pyramide von Guimar oder Terrassen, die mit Steinen voneinander abgegrenzt wurden. Bei der Frage wer das wohl gemacht hat, ist die Antwort fast immer: Die Guanchen! Möchte man etwas über Teneriffa und seine Geschichte erfahren, stößt man unweigerlich auf die Guanchen. Die Guanchen waren nämlich die Ureinwohner Teneriffas. Man vermutet, dass sie aus Nordamerika kamen, denn es finden sich einige Parallelen zur Sprache der Berber.

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Pyramiden in Guimar

Teneriffa wandern- Auch die Guanchen wanderten

Die Guanchen lebten in den Sommermonaten oben im Nationalpark des Teide und im Winter zogen sie mit ihren Familien an die Nordküste der Insel. Sie lebten in Höhlen, um sich vor Sturm, Erdbeben und Feuer zu schützen. Noch heute findet man Höhlendörfer. Das schönste noch erhaltene Dorf ist Chinamada.

Die Nahrung der Guanchen bestand hauptsächlich aus Fleisch und Milch. Die Tiere wurden von den
Guanchen komplett verwendet.  Das Fleisch wurde gegessen, die Milch getrunken,  aus dem Fell und der Haut machten sie Kleidung und die Knochen wurden zu Werkzeugen verarbeitet. Neben der tierischen Nahrung aßen
sie aber auch Getreide, welches in Steinmühlen u.a. zu Gofio verarbeitet wurde. Gofio ist heute noch bekannt und sehr beliebt . Es gehört immer noch zur täglichen Nahrung der Canarios und gilt als sehr mineralstoffreich und calciumhaltig. Vor allem die Kinder bekommen es heute noch zum Frühstück serviert. Gofio wird dann in die Milch gerührt und getrunken.

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Steinmühle

Teneriffa wandern - Von Icod de los Vinos nach                                                      El Cardonal

Die Wurzeln der Kultur der Guanchen liegen wahrscheinlich in Icod de los Vinos. Untersuchungen über das Leben und die Lebensweise der Guanchen, hat man seit Beginn des 18. Jahrhundert in Icod de los Vinos durchgeführt. In der "Cueva de los Guanches" fand man Reste von Tieren, Werkzeugen und  Keramikscherben, die Rückschlüsse zulassen, dass die Guanchen hier waren. Es handelt sich hier wahrscheinlich um eine Siedlung oder eine Begräbnisstätte. Diese Fundstätte liegt im Stadtviertel El Cardonal, ganz in der Nähe des Stadtzentrums von Icod de los Vinos. Pelicar der letzte König der Guanchen, lebte
wahrscheinlich hier.

König der Guanchen, Icod de los Vinos, Casa Madera

Beim Wandern auf Teneriffa die Höhlen der Guanchen entdecken.

Die Insel war in neun Königreiche aufgeteilt, die jeweils von einem Häuptling regiert wurde. Pelicar war Mencey von Icod . Mencey bedeutet Häuptling. Das Stammesgebiet von Pelicar erstreckte sich über La Guancha, Icod de los Vinos, El Tanque bis nach Garachico. 

Unterhalb von Icod de los Vinos , in El Cardonal befindet sich eine Guanchenhöhle. Unscheinbar und unauffällig ist sie einfach da. Wahrscheinlich hielt sich Pelicar hauptsächlich hier auf. Es ist ein merkwürdiges und spannendes Gefühl in eine solche Höhle zu gehen und zu versuchen zu erspüren, wie die Menschen hier früher lebten. 

 

Die Guanchen wurden im 15. Jahrhundert von den Spaniern erobert. Viele starben während der Eroberung und viele wurden versklavt. Ein Teil der Guanchen, die diese Eroberung überlebten und nicht an Krankheiten gestorben sind, vermischten sich im Laufe der Zeit mit der einheimischen und neu angekommenen Bevölkerung, den Canarios. Einige Spuren der Vergangenheit sind heute noch zu finden, z.B. das schon erwähnte und gern gegessene Gofio oder der typisch kanarische Ringkampf, der auf die Guanchen zurückzuführen ist.

Teneriffa wandern oder lieber ins Museum?

Teneriffa wandern oder lieber ins Museum? In Icod de los Vinos befindet sich nicht nur die Höhle von dem Häuptling Pelicar, sondern auch das Guanchenmuseum das „Mundo Guanche“. Hier erfährt man bei einem Kulturerlebnispfad viel über die Wurzeln der Guanchen.

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