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Die Pyramiden von Teneriffa

Die Pyramiden von Teneriffa

 Wer verbindet schon Teneriffa mit Pyramiden? Die Pyramiden stehen doch in Ägypten! Aber Pyramiden gibt es auch wirklich auf Teneriffa, sie ähneln jedoch mehr den Pyramiden Mittelamerikas, als den Pyramiden in Ägypten.

Sie sind aus Lavastein gebaut und erreichen eine Höhe von bis zu 12 Metern. Zu finden sind sie in Guimar an der Ostküste Teneriffas. Die Bauzeit der Pyramiden geht auf das 19. Jahrhundert zurück, jedoch sind die genauen Zeiten umstritten. Sechs Stufenpyramiden befinden sich in dieser Region. Sie unterscheiden sich auch insofern von den ägyptischen Pyramiden, als dass der obere Teil nicht spitz ist, sondern flach und mit Schotter bedeckt. An jeder der Pyramiden befindet sich am Westteil eine Treppe, was vielleicht auf einen zeremoniellen Zweck hindeutet.

 

 

 

Treppe Pyramide Guimar Teneriffa

Die historische Vergangenheit der Pyramiden auf Teneriffa

 

 

Die besondere Existenz der Pyramiden von Guimar wurde in den frühen 1990er Jahren bekannt. Seitdem hat diese Sensation dieser besonderen Bauten, Spezialisten aus der ganzen Welt angezogen.

Es gibt zahlreiche Theorien, und es wurden gründliche Studien durchgeführt, um den Ursprung der Pyramiden zu verstehen. Einige Experten behaupten, dass es sich lediglich um viele Lavasteine handelt, die von Bauern bei der Rodung des Geländes für den landwirtschaftlichen Anbau zurückgelassen wurden. Andere sagen, dass sie bei der Ausbeutung des roten Farbstoffes der Cochenille des Feigenkaktus entstanden. Das parasitäre Insekt, die Cochenille, dass diesen roten Farbstoff bildet, wurde über viele Jahre gewonnen und dabei wurden die Lavasteine aufbewahrt beziehungsweise aufgestapelt und daraus entstanden diese treppenförmigen Gebäude. Noch bis vor wenigen Jahren konnten die Ältesten des Ortes von diesen Arbeiten erzählen.

Andere haben komplexere Vorstellungen und Antworten, denn es gibt wie gesagt auch andere Theorien.

 

 

teil der Pyramiden Guimar Teneriffa

Entstehung der Pyramiden auf Teneriffa?

Der norwegische Forscher Thor Heyerdahl stellte im Jahr 1991 allerdings fest, dass die zufällig gelegten Steine an den Ecken gemeißelt wurden und der Boden an den Stellen vor dem Bau der Pyramiden deutlich abgeflacht ist. Dazu haben alle Pyramiden eine Reihe von Treppen, die beim Klettern zur aufsteigenden Sonne führen, und das Material sind nicht die Steine, die auf den Feldern lagen, sondern ein anderes Lavagestein. Nach Heyerdahls Theorie geht der Bau der Pyramiden auf die Guanchen zurück.

Die Universität in La Laguna stellte fest, dass durch den Fund von Töpferwaren in den Regionen der Pyramiden, der Bau auf das 19. Jahrhundert zurückzuführen ist.

Astrophysiker stellten fest, dass die Pyramiden astronomisch nach der Sommer-Wintersonnenwende ausgerichtet wurden.

Trotzdem konnte dieses Geheimnis der Pyramiden immer noch nicht gelüftet werden.

 

 

Ethnografischer Park rund um die Pyramiden

Heute befindet sich rund um die Pyramiden ein ethnografischer Park. Neben der Geschichte der Pyramiden bietet dieser Park viele weitere Attraktionen. Eine Kunstgalerie, ein Freizeitbereich vor allem für die kleineren Besucher, ein Souvenirladen mit kunsthandwerklichen Artikeln. In diesem Bereich befindet sich auch ein Cafè mit einem ganz besonderen Panoramablick. Für Erholung und Unterhaltung ist also auch gesorgt.

 

Die Gärten

In dem wunderschön angelegten Garten befinden sich giftige Pflanzen aus der ganzen Welt. Es ist eine einzigartige grüne Fläche auf den Kanaren und dient der Aufklärung über die Gefahren, die in der Pflanzenwelt vorkommen können.

 

Guimar, Pyramiden und mehr

Neben den Pyramiden von Guimar ist die kleine Stadt immer einen Besuch wert. Die besondere Architektur und die Kapellen des Ortes und der Strand im Ort laden zur Erholung und Entspannung ein. Im Gegensatz zu den überfüllten Stränden im Süden der Insel, ist es hier sehr viel ruhiger. Guimar ist auch bekannt für seine  außergewöhnliche Landschaft dem Malpais de Guimar. Für Wanderer und Naturliebhaber ist ein ganz besonderer Ort. 

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