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Die 10 schönsten Barrancos auf Teneriffa – Geheimtipps für Abenteurer

Die schönsten Barrancos Teneriffas

Teneriffa ist eine Insel, die man nicht nur sieht – sondern spürt. Zwischen Vulkanlandschaften, schwarzen Sandstränden und uralten Lorbeerwäldern verbergen sich tiefe Schluchten, die im Laufe von Millionen Jahren von Wasser, Wind und vulkanischen Kräften geformt wurden. Diese Schluchten, die auf den Kanaren „Barrancos“ genannt werden, sind weit mehr als nur geologische Formationen. Sie sind stille Zeugen der Erdgeschichte, natürliche Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten und Schauplätze für einige der eindrucksvollsten Wanderungen der gesamten Inselwelt.

 

Viele Urlauber kennen nur den weltberühmten Barranco de Masca – ein spektakulärer Klassiker, zweifellos. Doch Teneriffa besitzt hunderte Barrancos, die mindestens ebenso beeindruckend sind, aber kaum in Reiseführern auftauchen. Genau diese weniger bekannten Schluchten sind es, die den wahren Charakter der Insel zeigen: wild, ursprünglich und voller Kontraste. Manche schneiden sich tief in den Vulkangestein ein wie riesige Wunden der Natur, andere öffnen sich in weite Täler, in denen Palmen, Drachenbäume oder kleine verlassene Bauernhäuser stehen. Und wieder andere führen durch feuchte Nebelwaldgebiete, in denen das Licht wie durch gefärbtes Glas fällt.

 

Wer diese Barrancos durchwandert, erlebt die Insel auf eine Weise, die mit Worten nur schwer zu beschreiben ist. Man bewegt sich durch Welten, die fast wirken, als seien sie aus der Zeit gefallen: verborgene Pfade, unerwartete Aussichten, plätschernde Quellen, Basaltschichten in allen erdenklichen Farben und stille Orte, an denen man nur den Wind hört. Gerade weil diese Barrancos weniger bekannt sind, bieten sie oft eine friedliche Ruhe, fernab der touristischen Hotspots.

 

 

Diese Einleitung führt dich nun hinein in die Welt der zehn schönsten, aber wenig bekannten Barrancos Teneriffas – eine Auswahl, die nicht nur landschaftlich begeistert, sondern auch Naturinteressierten, Fotografen und Wanderern ein tiefes Verständnis dafür vermittelt, wie vielfältig diese Insel wirklich ist. Jeder Barranco hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Geschichte und sein eigenes kleines Naturwunder. Und genau diese Vielfalt macht eine Wanderung abseits der bekannten Wege so besonders.

Die schönsten Barrancos auf Teneriffa – Geheimtipps für echte Naturfans

 

Teneriffa ist eine Insel, die geformt wurde von Feuer, Wind und Wasser. Diese Kräfte haben tiefe Schluchten – sogenannte Barrancos – entstehen lassen, die heute zu den wildesten und eindrucksvollsten Naturlandschaften der Kanaren gehören. Viele Besucher kennen lediglich den berühmten Barranco del Infierno, aber die Insel hat weit mehr zu bieten: verborgene Täler, dramatische Lavawände, Bachläufe, üppige Vegetation und jahrhundertealte Pfade, die sich durch steile Felshänge winden.

 

In diesem Artikel stelle ich dir 10 wundervolle Barrancos vor, abseits der touristischen Pfade, die perfekt geeignet sind für Wanderer, Fotografen und Naturbegeisterte, die die ursprüngliche Seite Teneriffas entdecken wollen.

Barranco auf Teneriffa

Barranco de Ruiz – Grüne Oase im Norden

Der Barranco de Ruiz liegt zwischen San Juan de la Rambla und Los Realejos und ist eine der spektakulärsten Schluchten im saftig-grünen Norden. Durch die feuchte Passatwetterlage gedeihen hier Farne, Lorbeerbäume und wilde Kräuter.

Die Wanderung beginnt am Mirador und führt sanft hinunter in die Schlucht. Besonders beeindruckend sind die Basaltformationen und die vielfältige Vegetation, die fast schon an einen subtropischen Urwald erinnert.

 

Highlight: Der restaurierte Weg, der an alten Wasserleitungen vorbeiführt.
Schwierigkeit: Mittel
Perfekt für: Genießer, Fotografen, Familien mit Trittsicherheit

Barranco de Badajoz – Der mystische Klassiker

Kein Barranco auf Teneriffa ist so sagenumwoben wie der Barranco de Badajoz bei Güímar. Geschichten über Erscheinungen, Lichtphänomene und unterirdische Gänge ranken sich um diese Schlucht — was sie besonders für abenteuerlustige Wanderer interessant macht.

Die hohen, senkrechten Felswände sorgen für ein fast kathedralenartiges Ambiente. Der Weg ist nicht schwierig, aber atmosphärisch unglaublich intensiv.

 

Highlight: Die Höhle Cueva del Cañizo und die fast senkrechten Wände.
Schwierigkeit: Leicht bis mittel
Perfekt für: Wanderer, die Natur und Mystik kombinieren möchten

Barranco Madre del Agua – Einsam und majestätisch

Der Barranco Madre del Agua gilt als einer der abgelegensten der Insel. Er liegt am Rande des Nationalparks Teide und bietet eine Vulkanlandschaft, die ihresgleichen sucht. Die Vegetation ist karg, aber zwischen Lavafeldern und Bimsstein tauchen immer wieder grüne Wälder auf.

Die Route ist lang, aber äußerst lohnend: Besonders schön ist der Wechsel zwischen hellen Bimsgesteinen und schwarzen Lavawänden, die unter Sonnenlicht regelrecht schimmern.

 

Highlight: Die Vielfalt der geologischen Formationen.
Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
Perfekt für: Erfahrene Wanderer, Geologie-Fans

Barranco de Masca? Nein! Der Barranco de Teno ist die Alternative

Da der Barranco de Masca oft überlaufen ist, lohnt es sich, direkt in der Region Teno eine kaum bekannte Alternative zu entdecken: den Barranco de Teno Bajo. Dieser verläuft im unteren Teno-Massiv und führt durch wilde Felskulissen Richtung Küste.

Der Barranco ist ursprünglicher, weniger ausgebaut und bietet ein authentisches Naturerlebnis. Auf dem Weg entdeckt man Ziegenherden, Wolfsmilchgewächse und fantastische Ausblicke.

 

Highlight: Einsame Abschnitte mit Blick auf das Teno-Gebirge.
Schwierigkeit: Mittel
Perfekt für: Abenteurer, die Masca meiden möchten

Barranco Hondo – Steil, einsam, beeindruckend

Der Barranco Hondo in der Gemeinde Candelaria ist ein echter Geheimtipp. Der Weg führt durch schroffe, dunkle Felsformationen und bietet eine wunderbare Ruhe. Gerade morgens, wenn die Sonne vorsichtig in die Schlucht fällt, strahlt der Barranco eine fast magische Atmosphäre aus.

Besonders eindrucksvoll sind die natürlichen Terrassen und die alte Bewässerungskultur, die man noch heute erkennt.

 

Highlight: Die Aussichtspunkte oberhalb der Schlucht.
Schwierigkeit: Mittel
Perfekt für: Ruhesuchende, Naturfotografen

Barranco del Río – Wasserfall und Drachenbäume

Der Barranco del Río ist einer der wenigen Barrancos, in denen gelegentlich Wasser fließt. Der Weg startet oberhalb von Arico und führt durch eine dramatische, tief eingeschnittene Schlucht.

Besonders außergewöhnlich ist hier die Vegetation: Neben Kanaren-Wolfsmilch wachsen hier auch Drachenbäume, ein absolutes Highlight.

Am Ende der Route wartet ein kleiner Wasserfall, der besonders im Winter beeindruckend ist.

 

Highlight: Der Wasserfall und die Drachenbäume.
Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
Perfekt für: Geübte Wanderer, Pflanzenliebhaber

Barranco de Chamorga – Der wilde Anaga-Klassiker

Barranco im Anagagebirge

Im Anaga-Gebirge gibt es zahlreiche Barrancos, doch der Barranco de Chamorga zählt zu den schönsten. Der Weg startet im abgelegenen Dorf Chamorga und führt steil hinunter zur Küste nach Roque Bermejo.

Die Vegetation wechselt ständig: Nebelwald, Lorbeer, Wolfsmilch, dann wieder karge Klippen – diese Vielfalt macht den Barranco besonders.

 

Highlight: Die Kombination aus Lorbeerwald und Meerblick.
Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Perfekt für: Erfahrene Bergwanderer

Barranco del Cercado – Sanft, leicht und wunderschön

Dieser Barranco liegt bei San Miguel de Abona und ist ideal für alle, die eine sanfte und entspannte Wanderung mit wunderschöner Natur suchen.

Die Route führt entlang alter Pfade, vorbei an Terrassenfeldern und traditionellen Steinmauern. Das Licht ist besonders am Nachmittag fantastisch.

 

Highlight: Die historische Kulturlandschaft.
Schwierigkeit: Leicht
Perfekt für: Familien, Genusswanderer

Barranco de Erques – Spektakuläre V-Form

Der Barranco de Erques zwischen Adeje und Guía de Isora ist ein Naturdenkmal. Die V-förmige Schlucht bietet gigantische Ausblicke und eine unvergleichliche Einsamkeit.

Der Weg ist nicht besonders technisch, aber steil. Wer sich auf die Route einlässt, wird mit beeindruckenden Panorama-Aussichten belohnt.

 

Highlight: Die Aussichtspunkte entlang der oberen Kante.
Schwierigkeit: Mittel
Perfekt für: Fotografie-Liebhaber, Liebhaber weiter Landschaften

Barranco de Ruiz (oberer Teil) – Wilder als der untere Weg

 

Unweit der Ferienfinca Casa Madera, La Vega befindet sich der Barranco Ruiz.

Während der untere Teil bekannt ist, bleibt der obere Teil des Barranco de Ruiz fast unberührt. Er führt über steilere Abschnitte und einsame Pfade, die tief in die schroffen Felsstrukturen hineinführen.

 

Highlight: Der Kontrast zwischen wolkenverhangenen Gipfeln und sonnenbeschienenen Talbereichen.
Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Perfekt für: Erfahrene Abenteurer, die abseitige Pfade lieben

Fazit

Teneriffas Barrancos sind Naturwunder, die oft übersehen werden. Doch gerade fernab der touristischen Routen warten unvergessliche Landschaften, tiefe Stille und Momente, in denen man sich der Natur ganz nah fühlt.

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